Raynaud-Syndrom: Symptome, Ursachen und Anzeichen erkennen

2026-07-04
Raynaud-Syndrom: Symptome, Ursachen und Anzeichen erkennen

Wenn Finger bei Kälte weiß werden, kann ein Raynaud-Syndrom vorliegen. Erfahren Sie hier alles über die Symptome und möglichen Ursachen dieser Erkrankung.

Symptome und visuelle Anzeichen

Ein charakteristisches Merkmal des Raynaud-Syndroms ist die plötzliche Veränderung der Hautfarbe an den Extremitäten, meist an den Fingern oder Zehen. Betroffene beobachten häufig einen dreiphasigen Farbwechsel: Die Hautpartien erscheinen zunächst weiß aufgrund von Gefäßverengungen, wechseln dann oft in ein blaues oder violettes Stadium durch Sauerstoffmangel und kehren bei Erwärmung in eine rote Färbung zurück.

Begleitend zu den sichtbaren Veränderungen können verschiedene körperliche Empfindungen auftreten. Dazu gehören:

  • Ein Taubheitsgefühl in den betroffenen Regionen
  • Kribbeln oder ein „Ameisenlaufen“
  • Schmerzhafte Empfindungen beim Wiederauffüllen der Durchblutung
  • Ein Gefühl von Kälte in den Fingerspitzen

Differenzierung der Ursachen

Medizinisch wird zwischen zwei Hauptformen unterschieden, die unterschiedliche Ursachen haben können. Die Unterscheidung ist für die weitere Behandlung entscheidend.

Primäres Raynaud-Syndrom

Beim primären Raynaud-Syndrom liegt keine andere Grunderkrankung vor. Es handelt sich um eine funktionelle Störung der Gefäße, die oft ohne schwerwiegende medizinische Folgen bleibt. Diese Form tritt häufig bei jüngeren Frauen auf und wird primär durch Kälteexposition oder emotionalen Stress ausgelöst.

Sekundäres Raynaud-Syndrom

Das sekundäre Raynaud-Syndrom ist eine Folgeerscheinung anderer gesundheitlicher Probleme. Hierbei sind die Gefäßverengungen meist Symptom einer zugrunde liegenden Erkrankung. Mögliche Auslöser sind unter anderem:

  • Autoimmunerkrankungen wie Sklerodermie oder Lupus
  • Vaskuläre Erkrankungen (Gefäßerkrankungen)
  • Neurologische Störungen
  • Bestimmte Medikamentennebenwirkungen

Diagnose und erste Maßnahmen

Bei anhaltenden Beschwerden sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen, um zwischen der primären und sekundären Form zu differenzieren. Ärzte nutzen hierfür meist die Anamnese sowie körperliche Untersuchungen, um nach Anzeichen systemischer Erkrankungen zu suchen.

Zur Selbsthilfe und zur Linderung der Symptome im Alltag empfehlen Experten:

  • Konsequenter Schutz vor Kälte durch Handschuhe und warme Kleidung
  • Vermeidung von plötzlichen Temperaturwechseln
  • Stressmanagement zur Reduzierung von emotionalen Triggern
  • Regelmäßige Bewegung zur Förderung der Durchblutung
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